Beispielartikel: Tierversuchsfreie Prüfung der Giftigkeit

Nach dem Vermarktungsverbot von an Tieren getesteten Kosmetika in der EU richtet sich der Blick von Tierschützerinnen und Tierschützern nun vorrangig auf ein Verbot von Haushaltsprodukten, die an Tieren getestet sind. Für die Untersuchung der Giftigkeit von deren Inhaltsstoffen sind derzeit noch Tierversuche vorgeschrieben. Auch fehlt es noch an anerkannten tierversuchsfreien Alternativmethoden. Ein vollständiger Ersatz der Tierversuche im Bereich der Prüfung der Giftigkeit setzt eine Gesamtstrategie zur Entwicklung tierversuchsfreier Alternativmethoden voraus.

Haushaltsprodukte bei Forderung nach Verbot von Tierversuchen im Blick

Nachdem am 11. März 2013 die Vermarktung von an Tieren getesteten Kosmetika in der Europäischen Union (EU) verboten worden war, richtete sich das Hauptaugenmerk der Tierschützerinnen und Tierschützer auf die Haushaltsprodukte. Das lässt sich leicht erklären: Viele Inhaltsstoffe finden sich sowohl in Kosmetika als auch in Haushaltsprodukten, was dazu führt, dass sie weiter an Tieren getestet werden dürfen. Dieses Schlupfloch gilt es aus ihrer Sicht zu stopfen. Um dies zu erreichen, startete Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e. V. zusammen mit der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (The European Coalition to End Animal Experiments, ECEAE) Ende Juli 2015 die Kampagne „Stoppt Tierversuche für Haushaltsprodukte“. Das Verbot soll gemäß den Initiatoren der Kampagne wie bei dem erfolgreichen Kosmetik-Prinzip ab dem Tag X erfolgen, auch wenn aufgrund fehlender tierversuchsfreier Tests neue Produkte nicht vermarktet werden können. Die Tierschützerinnen und Tierschützer setzen darauf, dass der Industrieverband Körperpflege und Waschmittel e. V. (IKW) und seine europäischen Partnerverbände dann verstärkt in die Entwicklung der noch fehlenden tierversuchsfreien Verfahren investieren. „Beispielartikel: Tierversuchsfreie Prüfung der Giftigkeit“ weiterlesen